Mütterterror und Körperscham

– Ein Interview mit Christina Mundlos –

Christina MundlosChristina Mundlos ist Soziologin, Feministin und Mutter – was sie also per se schon zu einer interessanten Gesprächspartnerin für mich machen würde. Außerdem hat Christina aber auch noch einige tolle Bücher geschrieben und stand schon in vielen Talkshows und Diskussionen für eine Neudefinition der Rolle der Frau ein, weswegen ich sie Ihnen natürlich vorstellen musste. Früher leitete sie den Familienservice im Gleichstellungsbüro der Universität Hannover, heute ist die Mutter von zwei Kindern als freiberufliche Autorin tätig. Am bekanntesten ist ihr Buch „Mütterterror – Angst, Neid und Aggressionen unter Müttern“.

* * *

Sie schreiben seit vielen Jahren feministische Sachbücher zu diversen Themen. Wann sind Sie zum ersten Mal in Berührung gekommen mit der unterschiedlichen Werteskala, der Männer und Frauen (noch extremer: Väter und Mütter) unterliegen und wann entschieden Sie, dieses Thema zu Ihrem Beruf zu machen?

Dass Männer und Frauen unter schiedlich bewertet werden, ist mir bereits als Jugendliche aufgefallen. Das erste Mal intensiver mit den Hintergründen habe ich mich 2002 als Studentin auseinandergesetzt. Der Aufhänger war damals die TV-Sendung mit Verona Feldbusch und Alice Schwarzer. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch BWL studiert, aber mein Grad des Bewusstseins für Geschlechterungerechtigkeiten hatte sich ab diesem Moment derart entwickelt, dass es kein Zurück mehr gab. Ich habe dann 2003 den Studiengang gewechselt, um mich im Bereich Germanistik und Soziologie mit den Geschlechterfragen zu beschäftigen. Seitdem umtreibt mich dieses Thema wie kein anderes. Mein Blick auf das Mutter- und Vaterbild wurde geschärft als ich im Studium 2006 schwanger wurde.

Frauen sind (vermutlich meist aus mangelndem Selbstbewusstsein heraus) oft sehr feindselig untereinander. Berufstätige Mütter sehen oft auf gar nicht oder nur Teilzeit arbeitende Mütter herab, weil „die es nicht auf die Reihe kriegen, Kind und Beruf zu vereinbaren“, Hausfrauen sehen hingegen auf berufstätige Mütter herab, weil die „ihre Kinder in den Hort abschieben und Rabenmütter sind“. Ist es ein weibliches Phänomen, dass wir glauben, unsere Entscheidungen nur aufwerten zu können, indem wir die anderer Frauen abwerten?

Nein, das ist kein rein weibliches Phänomen. Das ist eine Technik, die von Menschen angewendet wird, die unter Minderwertigkeitsgefühlen leiden und nur schwer an gesellschaftliche Anerkennung gelangen – beides trifft auf die meisten Mütter zu. Sie werten sich selbst auf, indem sie andere abwerten.

Dass Frauen (und auch hier wieder Mütter im Besonderen) oft an ihren eigenen Ansprüchen kaputt gehen, ist unbestritten. Aber haben Frauen überhaupt die richtigen Ansprüche an sich? Ich habe das Gefühl, Frauen wollen ihr ganzes Leben vor allem gefallen: erst dem Vater, später dem Partner und wenn sie Mütter geworden sind vor allem anderen Müttern. Haben wir also vielleicht nicht zu hohe Ansprüche an uns selbst, sondern schlicht die falschen?

Womans fearAnerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis. In einer frauen- und mütterverachtenden Gesellschaft ist es insbesondere für Frauen schwierig Anerkennung zu bekommen. Und von klein auf wird Mädchen bereits ein Minderwertigkeitsgefühl eingeimpft. Frauen haben daher Schwierigkeiten, sich selbst anzunehmen und zu lieben. Kein Wunder, dass sie versuchen, dieses „Loch“ zu stopfen, indem sie anderen gefallen. Doch letztlich führt dieser Versuch in eine Sackgasse.

Die Psychologin und Bestseller-Autorin Peggy Orenstein achtet darauf, dass ihre Töchter sie nie vor dem Spiegel stehen sehen. Was tun diätende, mit sich selbst unzufriedene Mütter ihren Töchtern an, wenn sie ihr äußerliches Erscheinungsbild sehr viel mehr reflektieren als ihre Vorbildfunktion als Mutter?

Ich bin wahnsinnig wütend. Ich erwarte, dass Mütter sich stärker damit auseinandersetzen, dass sie ihren eigenen Körper verachten. Sonst leben sie ihren Töchtern genau diesen Körperhass vor.

Im Kindergarten meiner Tochter herrscht bereits „Krieg“ was die Mädchenkörper angeht. Da sind einige eifersüchtig auf die Locken meiner Tochter (was sicher auch daran liegt, dass diese ununterbrochen von allen Erwachsenen als so wahnsinnig süß und hübsch bezeichnet werden – was ja auch die anderen Mädchen mitkriegen). Daraufhin wird meine Tochter von den anderen Kindern wegen ihres Bauches gehänselt, der angeblich zu dick sein soll. Es brach mir das Herz als meine 4jährige Tochter neulich trotz Hunger nichts essen wollte – ihr Bauch wäre zu dick.

Andererseits sind wir erwachsenen Frauen natürlich auch gefangen in unserer Rolle. Die Gesellschaft erwartet, dass wir gnadenlos „schön“ sein sollen und diktiert uns was das bedeutet. Andererseits sollen wir als Mütter Vorbild sein und uns daher plötzlich pudelwohl in unseren Körpern fühlen. Wie sollen Frauen dem gerecht werden und vor allem wem sollen sie noch alles gerecht werden?

FrauenzeitschriftFür Ihr Buch „Schönheit, Liebe, Körperscham“ haben Sie eine umfassende Analyse von Mädchen- und Frauenzeitschriften vorgenommen. Was fanden Sie am schockierendsten?

Besonders aufschlussreich und erschreckend fand ich, dass man anhand der sprachlichen Analyse sehr gut erkennen konnte, dass den Leserinnen gar keine Wahl gelassen wird: es wird geradezu erwartet, dass sie ihren Körper verachten. Denn oftmals wurden nicht nur extrem viele sondern auch noch widersprüchliche Ansprüche an den weiblichen Körper gestellt. Nach dem Motto: „Ist deine Haut fest, muss sie weicher werden. Ist sie weich, muss sie straffer werden“ – in jedem Fall muss ein Produkt konsumiert werden, um an Schönheit und damit auch Liebe zu gelangen.

Aber auch die Beratungsrubriken haben mich sprachlos gemacht. Da wurden den Mädchen nicht etwa ihre Unsicherheiten genommen (beispielsweise mit dem Hinweis „Deine Brust ist schön, egal, ob groß oder klein“) sondern sie wurden stattdessen in ihrem schlechten Körpergefühl bestärkt (beispielsweise als einer 13jährigen geraten wurde, sie sollte ihren kleinen Busen dringend mit einem Push-Up-BH kaschieren).

Was sagen Sie zu sog. „anderen“ Frauenzeitschriften wie „Barbara“ von Barbara Schöneberger, die eine ihrer Ausgaben mit „Nie wieder Diät“ betitelt, privat aber gerade 20 kg abgenommen hat. Auch diese Zeitschrift ist voller Schminktipps, Low-Carb-Rezepte, Pullovern mit „streckendem Muster“ usw. Intellektuelle Themen sind in Frauenzeitschriften generell nicht vorhanden. Warum wollen Frauen unbedingt Magazine lesen, in denen es ständig nur um ihre Defizite geht?

Es gibt sehr wohl anspruchsvolle frauenfreundliche Frauenmagazine wie die Emma, das Missy Magazine, auch die Emotion.

Die haben nur leider nicht annähernd die Auflagen von Brigitte, InStyle und Co……

In meinem Buch „Schönheit, Liebe, Körperscham“ habe ich aufgezeigt wie die Erziehung von kleinen Mädchen und die beschämenden, demütigenden, manipulativen und befehlsmäßigen Frauenzeitschriften zusammen funktionieren. Letztlich wird durch die Sauberkeitserziehung bei den Mädchen ein optimaler Nährboden für das Greifen des Schönheitsdiktats geschaffen. Sie werden in ihrer Kindheit subtil beschämt, beziehen die Kritik der Eltern somit letztlich auf ihr ganzes Selbst und sehnen sich ein Leben lang nach direkten Anweisungen, um endlich vermeintlich Unerwünschtes an sich abstellen zu können und das Trennungsgefühl zu den Eltern doch noch zu überwinden. Die sehr direkte Befehls-Sprache der Zeitschriften füllt genau diese Leerstelle. Zudem bewirkt die paradoxe Kommunikation der Zeitschriften, dass die Leserinnen immer wieder zum nächsten Beauty-Tipp greifen, in der Hoffnung dafür eines Tages geliebt zu werden.

mom-bloggerBesonders in „Der Mütterterror“ thematisieren Sie die unleugbare Retraditionalisierung der Frauenrolle. Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die sog. „Mom Blogs“, die (so gut wie immer von Frauen geschrieben und gelesen) wuchern wie Unkraut und Frauen jetzt auch online unter Druck setzen, die Wohnung zum Ausstellungsraum zu machen, Kinderzimmer-Einrichtung selbst zu entwerfen, kunstvolle Kuchenverzierungen zu fabrizieren…. – und das Ganze dann noch ins Internet zu stellen. Warum tun Frauen sich (und anderen Frauen!) sowas an?

Hier geht es auch wieder darum, sich selber aufzuwerten, die eigenen Minderwertigkeitsgefühle und das permanent schlechte Gewissen zu bekämpfen, indem ich anderen Müttern eines verschaffe. Zum anderen beobachte ich aber auch, dass einige dieser Mütter das Bloggen als Job-Ersatz nutzen. Aufgrund der Diskriminierung von Müttern am Arbeitsplatz (übrigens das Thema meines aktuellen Buches) und den Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie kehren viele Mütter nach der Elternzeit nicht wieder an ihren alten Arbeitsplatz zurück. Einige davon machen sich selbstständig. Und manche beginnen eben zu bloggen. So haben sie eine Beschäftigung, die sich vereinbaren lässt – die aber vermutlich niemals ihre Rente bestreiten wird und daher auch in die völlige finanzielle Abhängigkeit führen kann.

Seriously

Die meist gelesenen Bücher von Mädchen in den letzten Jahren waren die Twilight-Bände. Die meist gelesenen Bücher von Frauen in den letzten Jahren war die 50 Shades of Grey-Reihe. Mit was für „Spätschäden“ ist Ihrer Meinung nach zu rechnen?     

Ich muss sagen, dass ich die Twilight-Bücher und 50 Shades of Grey nicht gelesen habe. Ich habe lediglich die Verfilmungen gesehen und Sekundärliteratur dazu gelesen. Soweit ich das beurteilen kann, handelt es sich in beiden Fällen um keine starken Frauenfiguren. Letztlich wird genau dieselbe Handlung immer wieder erzählt – so wie ich es für die Fotoromane in den Mädchenzeitschriften nachgewiesen habe. Im Zentrum der Gedanken und der Handlungen der Frauen stehen Männer. Der Auserwählte hat etwas Beängstigendes an sich, das man als sehr maskulin oder machomäßig beschreiben kann oder etwas, das die körperliche Überlegenheit des Mannes symbolisiert (im Falle von Edward das Leben als Vampir mit übermenschlichen Fähigkeiten und im Falle von Christian Grey die körperliche und psychische Dominanz). Die Frauen in den Romanen sind ebenso wie die Mädchen in den Fotoromanen hiervon gleichermaßen verängstigt und fasziniert. Letztlich werden sie im Laufe der Story davon überzeugt, sich um den Preis der Selbstaufgabe dem Mann hinzugeben – Happy End. Das Idealisieren solcher Geschlechterkonstellationen halte ich für höchstproblematisch. Es führt letztlich nicht dazu, dass Frauen von solchen Geschichten profitieren können. Sie führen sie im Gegenteil immer wieder nur zurück in die altbekannten Abhängigkeiten und bieten keine neuen Antworten.

Wer ist Ihrer Meinung nach ein echtes, zeitgemäßes role model, an dem sich Frauen orientieren könnten und sollten?

Wir suchen nach dem perfekten Vorbild und gerade bei Frauen sind unsere Ansprüche unheimlich hoch. Weibliche role models sollen in jeder Hinsicht emanzipiert sein, sich in ihrem Körper wohl fühlen, wissen was sie wollen und ihr Ziel konsequent verfolgen, sie sollen talentiert und erfolgreich sein, sie sollen eine gleichberechtigte Partnerschaft führen und ihre Kinder geschlechtergerecht erziehen, nebenbei sollen sie eine herausragende berufliche Position inne haben und sich am besten noch hochmotiviert ehrenamtlich engagieren. Warum suchen wir uns nicht in unserer Umgebung Vorbilder, die nur einige wenige Aspekte besonders gut beherrschen und schauen uns von diesen Frauen einfach die Eigenschaften und Vorgehensweisen ab, die uns beeindrucken?

Ich sehe überall mutige, widerspenstige und starke Frauen, die etwas bewegen und sich nicht in Geschlechterschablonen pressen lassen. Weibliche role models sind überall (zugegebenermaßen nicht unbedingt in den Mainstream-Medien, aber vielleicht im eigenen Bekanntenkreis), wenn wir nicht erwarten, dass sie in allen Lebensbereichen perfekt sind.

In Ihrem neuen Buch „Gewalt unter der Geburt“ dokumentieren Sie Gewaltausübung gegen Frauen im deutschen Gebär-Alltag. Können Sie uns mehr darüber erzählen?

Es geht um körperliche und psychische Gewalt gegen Gebärende durch das geburtshilfliche Personal. Das geht los bei Beleidigungen, Ignorieren, nicht ernst nehmen, Auslachen, unnötigen vielen und unnötig brutalen vaginalen Untersuchungen, unnötigen und nicht genehmigten Damm- und Kaiserschnitten, verweigerten Schmerzmitteln, nicht genehmigten Verabreichungen von Medikamenten bis hin zum Festschnallen der Gebärenden gegen ihren Willen. Betroffen sind schätzungsweise 40-50 % der Geburten. Die Dunkelziffer liegt noch höher. Hauptgrund sind die Technisierung der Geburtskultur und eine skandalöse Finanzierungspolitik.

Erschreckend fand ich in Ihrem Buch, dass Kliniken nachweislich für Kaiserschnitte sehr viel mehr Geld bekommen als für Spontangeburten und finanzpolitische Entscheidungen in Krankenhäusern oft über dem Patientenwohl stehen. Kommen damit aber die Kliniken nicht auch oft dem Wunsch des „Verbrauchers“ nach, da sog. „Wunschkaiserschnitte“ von Frauen, die sich den vermeintlichen Geburtsschmerzen nicht aussetzen wollen, immer beliebter werden?

Es wurden in der Geburtshilfe Gelder gestrichen und die verfügbaren Mittel sind derart kaiserschnittverteilt, dass sie finanzielle Anreize setzen, medizinisch unnötige Eingriffe durchzuführen. Dass es so viele Wunschkaiserschnitte geben würde, ist ein Märchen. Die Kaiserschnittrate hat sich in den letzten 25 Jahren mehr als verdoppelt. Ungefähr die Hälfte der Kaiserschnitte ist geplant (und davon ist auch wieder nur ein Teil auf Wunsch der Mütter ohne medizinische Indikation geplant). Die meisten Kaiserschnitte sind folglich keine Wunschkaiserschnitte. Dieser Eindruck entsteht vor allem durch die Berichte über Promimütter, die sich bewusst für einen Kaiserschnitt entscheiden. Es geht auch nicht darum, den Kaiserschnitt per se zu verteufeln. Manchmal ist er ein wahrer Glücksfall für Mutter und/oder Kind. Aber er darf nicht zum Jackpot für die Kliniken werden, die mit interventionsfreien Geburten so wenig verdienen, dass sie rote Zahlen schreiben.

Die Medien haben den Begriff „Müttermafia“ geprägt, und tatsächlich scheint es so, als gäbe es keinen Mittelweg zwischen überforderten, sich ständig am Rand der Erschöpfung befindenden Müttern einerseits, und Designer-Kinderwagen-schiebenden, iPhone-telefonierenden, Latte-trinkenden, power-bloggenden Müttern andererseits. Wie finden wir zurück zu diesem gesunden Mittelmaß?

Dieses „gesunde Mittelmaß“ gab es nie.

Wenn die Frage lautet, wie wir entspanntere und zufriedenere Mütter werden können, dann lautet meine Antwort: jedenfalls nicht alleine.

Mütter können sicher auch selbst an einigen Punkten arbeiten (z.B. ihr eigenes Selbstwertgefühl stärken, mutiger werden, um überhohe Ansprüche von sich zu weisen und gegen den Strom zu schwimmen, Klartext mit Freundinnen zu reden und ihre Partner mehr zu fordern). Doch das allein wird bei weitem nicht reichen und manchen Müttergruppen auch kaum in ihrer Lage helfen (z.B. Alleinerziehenden).

Wir brauchen ein ehrliches und realistisches Mütterbild in der Gesellschaft, wir brauchen familienfreundliche Arbeitsstrukturen und nicht nur Lippenbekenntnisse, wir brauchen politische Rahmenbedingungen, die Mütter und Frauen stärken.

Im Buch „Half The Sky“ von Nicholas Kristof und Sheryl WuDunn stellen die Autoren eine Liste von Dingen zusammen, die alle Frauen tun sollten, um die Gesamtsituation von Frauen weltweit nachhaltig zu verbessern. Was wäre Ihr Rat, was Frauen im politischen wie auch im privaten Bereich anpacken müssten, um eine Veränderung zum Positiven herbeizuführen?

Privat:

  • Auch wenn es schmerzt: die Scheuklappen absetzen und sich die Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft bewusst machen. Frauen werden in vielen Bereichen benachteiligt. Wenn wir das verschweigen und ignorieren, können wir daran niemals etwas ändern.
  • Frauen sollten sich ihrer eigenen Widersprüchlichkeiten und frauenverachtenden Einstellungen und Ansichten bewusst werden.
  • Frauenfreundliche Denkweisen trainieren und ein positives und starkes Frauenbild den Kindern vorleben!
  • Die eigenen Bedürfnisse sollten hinterfragt und reflektiert werden: Warum möchte ich schön sein? Welches Bedürfnis steckt da eigentlich dahinter und kann ich das tatsächlich mit einem neuen Nagellack stillen? Warum sollen mich alle für eine Supermutter halten? Und warum bin ich bereit für dieses eine Bedürfnis „zur Super-Mom gekrönt zu werden“ all meine anderen Bedürfnisse nach Entfaltung, Freiraum, Ruhe etc. zu unterdrücken?
  • Frauen sollten sich fragen „Was kann und will ich leisten?“ und nicht immer „Was soll ich leisten?“
  • Wichtig ist es, frauenfreundliche Verbündete um sich zu scharen und sich nicht zu viel mit Frauen und Müttern abzugeben, die einem das Gefühl vermitteln nicht gut genug zu sein.
  • Noch vor der Schwangerschaft ganz klare Vereinbarungen mit dem Partner über die Arbeitsteilung treffen.

Politisch:

  • Bei Wahlen einen genauen Blick auf die frauenpolitischen Aspekte der Wahlprogramme werfen und diese bei der Wahlentscheidung mit einbeziehen!
  • Selbst in die Politik gehen!
  • Problematische Aspekte der Frauenpolitik mit den Abgeordneten vor Ort besprechen!
  • Protest üben – und der hat viele Gesichter: Das kann bedeuten, frauenverachtende Zeitschriften nicht mehr zu kaufen, Petitionen zu starten, Unterschriften zu sammeln oder auch an einem Protestmarsch von Mother Hood teilzunehmen.
  • Networking & Öffentlichkeitsarbeit! Es war nie so einfach wie im Zeitalter des Internets: Frauen können in den sozialen Netzwerken ihre eigenen Geburtserlebnisse mit anderen teilen beispielsweise bei der Roses Revolution oder auch Erfahrungen mit Sexismus unter dem #aufschrei posten. Schließlich gilt nach wie vor: das Private ist politisch!
  • Eben diese Liste – was man tun kann, um die Gesamtsituation von Frauen weltweit zu verbessern – umschreiben bzw. erweitern um die Fragestellung: was können Männer tun, um die Lage der Frauen zu verbessern?

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