DIY-(Welten)MACHERIN: Leila Janah

leila_janahEs ist mal wieder Zeit für eine unserer DIY-(Welten)Macherinnen mit einer großartigen Idee. Und auch wenn mir Frauen, die aussehen wie Supermodels, Harvard-Abschlüsse haben und mal eben den Welthunger bekämpfen eigentlich suspekt sind (und Ihnen auch, geben Sie es zu), sollten wir Leila Janah trotzdem eine Chance geben, denn ihre Idee  war so gut, dass man sich fragt, warum denn nicht schon vorher jemand darauf gekommen ist.

Leila baut für die Armen nämlich keine Brunnen, gibt ihnen kein Saatgut oder lebenswichtige Impfungen, Leila gibt ihnen Jobs. Also gewissermaßen statt Brot für die Welt einen Arbeitsvertrag mit Google. Gewöhnungsbedürftig? Vielleicht – dafür aber umso wirksamer.

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Aufgewachsen ist Leila in Kalifornien, wo sie so ein Mathe-Überflieger war, dass sie mit 16 ein Stipendium gewann, überredete jedoch die „California Acydemy of Mathematics and Science“ ihr stattdessen das Geld für einen einjährigen Aufenthalt in Ghana zur Verfügung zu stellen, wo sie Kindern Mathematikunterricht gab. Jahre später machte sie ihren Abschluss in Harvard und gründete 2008 ihre Firma Samasource. „Sama“ bedeutet übrigens „gleichgestellt“ auf Sanskrit. Leilas Idee ist so einfach wie brillant: Mikroarbeit. Das non-profit-Unternehmen ist darauf spezialisiert, digitale Tätigkeiten armen Menschen überall auf der Welt zuzuteilen und ihnen damit zu ermöglichen, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, ohne ihre Heimat verlassen zu müssen oder auf Almosen angewiesen zu sein. „Fließband des 21. Jahrhunderts“ nennt sie ihre Vision. Genial, oder? Und damals war sie noch keine 30…..

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Die Umsetzung von Leilas Idee ist relativ simpel: Technologie-Riesen wie Google oder eBay beauftragen Samasource mit dem Teil ihrer Arbeiten, die man einfach und ohne langwierige Schulungen am PC bewältigen kann. Samasource wiederum verteilt diese Aufgaben rund um den Erdball: Afrika, Indien, Haiti….. Überall dort gibt es bereits Schulungscentren, die die Einheimischen fit für ihre neuen Aufgaben machen. 5€ am Tag bekommen die modernen Fließbandarbeiter, und dieser Betrag reicht fast überall aus, um ihre Familie zu ernähren. Besonders Frauen möchte sie so aus der Armuts- und Abhängigkeitsspirale holen.

At Sama, we believe that giving work is the most powerful solution to ending global poverty.

50.000 Menschen hat Leila mit dieser Idee bisher geholfen und aus der Armut befreit. Wenn Sie sie dabei unterstützen möchten, können sie das hier tun.

 

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